Kunst in Dürbheim – Transzendent – Fastenhungertuch und Ausstellung von Axel Heil

Schon mehrfach war die Pfarrkirche St. Peter und Paul in der Gemeinde Dürbheim Ausstellungsort. Die Pfarrkirche als Ort der Stille, des Betrachtens und der Auseinandersetzung mit Kunst und mit sich selbst. Nicht immer leicht zu ertragen und zu verstehen. Dies ist aber auch die Aussage von Kunst, die nicht immer nur um Zustimmung heischt.
Bereits mehrfach waren in der Gemeinde Dürbheim Künstler und Kunst von nationalem und internationalem Rang vertreten. Kunst, die wenige in einer kleinen Gemeinde wie Dürbheim erwarten.

Auch in diesem Jahr ist es Diakon Dr. Engelbert Paulus gelungen, mit Axel Heil einen Künstler mit Renomee für die Installation eines Fastenhungertuches zu gewinnen.

Bereits zum Gottesdienst am Aschermittwoch wird das Fastenhungertuch des Künstlers Axel Heil aus Dauchingen den Hochaltar unserer Pfarrkirche St. Peter und Paul verhüllen.
In seiner Arbeit auf sechzehn Papierbahnen zitiert er in violetten und purpurroten Farben Elemente unseres Hochaltares. In Aquarell gemalt, begegnen uns Säulen-, Kapitel-, Schmuck-, Struktur- und Figurausschnitte aus dem Hochaltar.
Der Titel dieser Ausstellung und Installation „Transzendent“ lässt vermuten, dass Gezeigte hinweisend auf und durchscheinend für ein anderes, ein abwesendes ist.
Axel Heil erreicht dieses Durchscheinen durch seine besondere Bearbeitung des Papiers. Es ist und wird Licht durchlässig – transluszierend. Wie auf einer Leinwand erscheinen auf das Hungertuch projizierte Details und Ausschnitte aus dem Hochaltar. Wie bei jeder Projektion gibt es auch hier perspektivische Verzerrungen oder Ungenauigkeiten.

In vielfacher Hinsicht kann dieses Fastenhungertuch einladen zur Besinnung und zum Nachdenken über die eigene Existenz, das eigene Leben und den eigenen Glauben. Wo und auf welche Weise wird in unserem Leben sichtbar, erkennbar, fühlbar, wahrnehmbar, greifbar, dass uns eine besondere Kraft durchdringt, dass wir Abbild des Schöpfers sind, dass ins uns der Geist Gottes wirkt – dass der unsichtbare Gott in uns sichtbar wird, wir Boten dieses Gottes sind?

Parallel zum Fastenhungertuch zeigt der Künstler Axel Heil in den Räumen des Gemeindehauses St. Maria noch andere Arbeiten seines reichen Schaffens.

Ganz herzlich laden wir zur Liturgie zur Installation des Hungertuchs und zur Vernissage der Ausstellung ein: Sonntag, 26. Februar 2012, 17.00 Uhr in der Pfarrkirche St. Peter und Paul und anschließend im Gemeindehaus St. Maria. Neben den sonst üblichen Terminen mit der Karfreitagsliturgie am 6. April, 15.00 Uhr und der Finissage am 9. April um 17.00 Uhr gibt es noch eine sogenannte „Cirage“ am Samstag vor dem Passionssonntag, dem 24. März, um 16.00 Uhr.
Die Ausstellung ist zu den üblichen Zeiten geöffnet.

Über den Künstler:

Der 1951 in Pforzheim geborene und heute in Dauchingen lebende Künstler Axel Heil studierte in Karlsruhe Malerei, Kunstgeschichte und Kunstwissenschaft. Seit 1980 übt er am Gymnasium am Deutenberg eine Lehrtätigkeit aus, und unterrichtet darüber hinaus an der Waldorfschule, am Wirtschaftsgymnasium und an der Volkshochschule.

Axel Heil, der seiner Mitwelt mit seinen Bildern radikal den Spiegel vorhält, aber auch immer seine eigenen Befindlichkeiten und Ängste als funktionierendes Mitglied der Gesellschaft thematisiert, gilt als einer der profiliertesten Künstler der Region. In zahlreichen Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen waren seine Werke zu sehen. Bekannt wurde er aber auch durch seine spektakuläre Feueraktion beim Franziskanermuseum in Villingen und weitere ungewöhnliche Aktionen.

 

Über a.pradel

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